zum Menü Startseite

Schulprofil

An der St. Raphael-Realschule arbeiten wir ganzheitlich in Bezug auf fachliche, soziale und persönlich-individuelle Kompetenzen.
Wir verstehen Bildung als persönliche Entwicklung durch fachbezogene sowie fächerübergreifende Wissensvermittlung, bewusst wahrgenommene Erziehung und konstruktiv-reflektierende Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. Christliche Grundhaltungen unterstützen dieses Verständnis und prägen unser Schulleben.
Dabei vermitteln wir Inhalte und Werthaltungen, die es jeder einzelnen Schülerin ermöglichen, sich auf die ihr eigene individuelle Weise zu einer verantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln und ihr Leben aktiv zu gestalten. Dies unterstützen und fördern wir im Unterricht, mit zusätzlichen Angeboten und im täglichen Miteinander. Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes lernen die Schülerinnen ihre Fähigkeiten einzuschätzen und auszubauen, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein aufzubauen und Gemeinschaft zu leben, die Vielfalt zulässt. Dazu gehören die Achtung und Toleranz gegenüber allen Menschen und der Schöpfung.
Wichtig ist uns in der Erziehungsverantwortung eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, die für gelingende ganzheitliche Bildung unerlässlich ist

Unsere Schwerpunkte sind:
  • Soziales Miteinander (Compassion)
  • Mädchenbildung
  • Gelebter Glaube (Schulpastoral)

Neben dem Fachunterricht werden Arbeitsgemeinschaften u.a. in den Bereichen Musik, Kunst, Technik und Sport angeboten. Hier können Schülerinnen in Gemeinschaft individuelle Fähigkeiten erproben und entfalten, die weniger im Fächerkanon enthalten sind. Die Darbietungen der Arbeitsgemeinschaften prägen viele schulische Veranstaltungen und sind ein wichtiger Bestandteil unserer Schulkultur.

Mehrtägige Klassen- bzw. Studienreisen gehören fest zum pädagogischen Programm der Schule. Sie dienen der Weiterentwicklung der sozialen Kompetenz und der Erweiterung des Wissens.

Wir kooperieren mit externen Partnern. Dies bindet schulisches Lernen an real Erfahrbares an und erweitert den Erfahrungshorizont unserer Schülerinnen. In vielfältigen Bereichen finden in jeder Klassenstufe außerunterrichtliche Veranstaltungen statt.
Welche Ziele und Profile hat die Schule?

Compassion

„Compassion“ (lat. cum passione = Mit-leiden-schaft) ist ein Projekt sozialen Lernens an den Schulen der Erzdiözese Freiburg.
Initiiert von der Deutschen Bischofskonferenz ist Compassion zugleich Haltung und erlebte Erfahrung auf der Grundlage des Evangeliums. Bewusst wird zu den gegenwärtigen gesellschaftlichen Tendenzen der Vereinzelung, Selbstbezogenheit und Materialisierung ein Gegengewicht gesetzt, das den ganzen Menschen und das Menschsein für andere in den Mittelpunkt stellt. Kernpunkt ist eine selbst verantwortete Haltung des Engagements für Menschen, die der Zuwendung und Hilfe bedürfen.

Ziel in der Schule ist somit die Entwicklung sozialverpflichteter Einstellungen wie Solidarität, Kooperation, Kommunikation und Eigeninitiative für Mitmenschen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Es geht dabei darum, das Leid im Leben anderer wahrzunehmen, es kennen zu lernen, selbst Verantwortung zu tragen und schließlich kritisch zu reflektieren. Dabei findet eine Auseinandersetzung mit Werthaltungen statt, die die eigene Identität stärken und zu erfülltem Leben in Gemeinschaft beitragen.

Die Entwicklung ethischer Haltungen wird auch von der Gesellschaft in vielerlei Hinsicht gefordert. Besonderes Gewicht erhält sie an unserer katholischen Schule als christliche Verpflichtung: Jeder einzelne Mensch als von Gott gewollt bedarf der Wertschätzung und des Wohlwollens durch den Nächsten. Deshalb prägt Compassion den Umgang miteinander und zieht sich durch die gesamte Schulzeit, durch alle Fächer und weiteren Veranstaltungen.

Der Unterricht in unterschiedlichen Fächern greift in allen Klassenstufen Themen des Sozialen auf. Dies erfolgt sowohl in der Theorie als auch in Begegnungen außerhalb der Schule und ermöglicht den Schülerinnen so Erkennen und Wahrnehmung der oft fremden Lebenssituation und Bedürftigkeit anderer. Aus der Reflexion der Bedeutung sozialen Engagements und sozialer Verpflichtung entsteht die Fähigkeit sich selbst ein (Wert-)Urteil zu bilden, Verantwortung zu übernehmen und schließlich die eigene Handlungsbereitschaft einzuschätzen und umzusetzen.

Am Ende der 9. Klasse steht ein 2-wöchiges Praktikum in einer sozialen Einrichtung, u.a. Altenheim, Krankenhaus, Behinderteneinrichtung, Kindergarten. In dieser Zeit werden die Schülerinnen von LehrerInnen besucht und betreut. Durch parallel statt- findende Vorbereitung und Reflexion im Fachunterricht als auch in begleitenden Treffen werden Erlebnisse und Erfahrungen geteilt und vertieft. Abschließend fertigen die Schülerinnen einen Praktikumsbericht an.

Mädchenbildung

Mädchen- und Frauenbildung steht im Spannungsfeld der individuellen Persönlichkeitsentwicklung und den vielschichtigen Bedingungen und Erwartungen der Gesellschaft. Die Entfaltung und Wertschätzung der individuellen Persönlichkeit, die die Annahme und Bejahung der eigenen geschlechtsspezifischen Wesensart voraussetzt, ist Auftrag und Ziel der ganzheitlichen Erziehung an einer Mädchenschule. In die Schulzeit fällt der Übergang vom Kind Sein zum Frau Sein. So kann die Schule in der homogenen Gruppe in besonderer Weise - fachlich im Unterricht und begleitend im psycho-sozialen Kontext - auf körperliche, geistige und seelische Befindlichkeiten und Entwicklungen eingehen. Dies geschieht z.B. durch Vermittlung von Inhalten in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern, die die unterschiedliche Denkweise von Mädchen berücksichtigen, durch ein Unter-Sich-Sein (nicht nur) im Technik-Unterricht, durch die Auswahl von Lektüren im Deutschunterricht oder durch das Behandeln und Diskutieren „mädchenrelevanter“ Fragestellungen in einem geschützten Umfeld.
Im gelebten und auch von den Schülerinnen gewünschten Miteinander lernen die Mädchen im schulischen Umfeld Selbstständigkeit und Selbstbehauptung, entwickeln sie eine wachsende Dialog- und Konfliktfähigkeit, entfalten sie ihre Beziehungs- und Liebesfähigkeit ohne den Erwartungen und Anforderungen männlicher Gleichaltriger entsprechen zu müssen.

Gelebter Glaube

Die St. Raphael Realschule ist offen für alle, die christliche Werte bejahen und bereit sind, sich darauf einzulassen.
Wir feiern (ökumenische) Gottesdienste mit der großen Schulgemeinde zum Teil in den umliegenden Kirchen, angepasst an den Festkreis des Jahres. Vorbereitet und gestaltet werden sie in der Regel von Lehrkräften und den Schülerinnen selbst. Darüber hinaus werden auch Gottesdienste in kleinerem Rahmen gefeiert, z.B. als Klassengottesdienst, als Andacht oder Besinnung in Advent und Fastenzeit in unserer Schulkapelle. Die Themen werden hierbei nicht nur dem Religionsunterricht entnommen, sondern es können auch Themen angesprochen werden, mit denen sich die Schülerinnen aktuell beschäftigen.
Ausgangspunkt für die Gottesdienste und Andachten ist es, Spiritualität gemeinschaftlich zu erleben. Auch der Religionsunterricht beginnt mit einem gemeinsamen Gebet oder Lied.
Gelebter Glaube gibt Orientierung in unserer komplexen und pluralistischen Welt und kann als Teil und Bereicherung des Alltags, als Halt und Zugewandtheit zum Leben, als Facette der eigenen Persönlichkeit in der Schule erfahren werden.
Wichtig ist uns, durch Verstehen und Durchdringung auch Toleranz für andere Glaubensrichtungen zu schaffen, z.B. durch regelmäßige Besuche in der Synagoge und Moschee, und so den Dialog zu fördern.